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Track 2 Hymne de la Lune beginnt mit bretthartem Dancefloor. Nach 3 Minuten gibt´s dann erst mal eine Auszeit mit Ethic-Vocals und Sweeps. Der Titel beginnt erst so richtig bei knapp 5 Minuten und dann gehts richtig ab. Wer gerne Sounds a´la Schiller hört dem wird sicherlich auch Illusion (Track 4) gefallen. Alles in allem ist orbit number 2 ein ruhigeres Album, aber mit sehr viel Emotionen und liebe zum Detail (Pannings, FX, FX und nochmal FX...) und sollte in Ruhe gehört und erlebt werden... In letzter Minute gab´s noch eine Änderung: Track 8 ist nun ein Remix von Erik Seiferts HAKA (wardance) und ist ein ganz spezieller Bonustrack. Vielem Dank an Erik, daß ich den Titel mit auf´s Album nehmen durfte. Im Datenteil der CD befinden sich noch drei weitere Titel im MP3-Format von mir, als da wären: core (space mix) vom Album devided 8:32 Damit befinden sich auf meinem Album insgesammt 97 Minuten elektronische Musik.Die neue CD kommt außerdem im CD-Extra Format. Das heißt, die CD ist auf jedem Player als normale Audio CD abspielbar. Bei neueren Playern, die das Extra-Format unterstützen, erscheinen im Display u.a. der entsprechende Titelnamen und ein angeschlosser TV sogar das Cover. Die MP3´s könnt Ihr bequem am hören und ggf. auch als Bernd |
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| Rezension
Der Elektronikmusiker Bernd Scholl aka Moonbooter war erst im Jahr 2005 in die Öffentlichkeit getreten und bringt Mitte 2006 bereits sein drittes Album mit dem Titel “Orbit Number 2” heraus. Auf dieser 72minütigen CDR bietet er wieder acht Tracks seines frischen Elektronik-stils. Damit aber nicht genug, hat er doch noch drei MP3-Files mit Remixen seiner Stücke „Core“, „Free From Dawn“ und „Orgasmik“ als Zugabe spendiert. Das nennen ich mal eine Überraschung und Zugabe. Im kommerziellen Musikbusiness hätte ein Künstler daraus eine DoppelCD gemacht, die dann einen erhöhten Preis rechtfertigen würde.Kommen wir aber zu den acht „normalen“ Tracks auf der CD. Sieben eigene Stücke und ein Remix von Erik Seifert’s „Haka“ sind das Herzstück des Albums. Los geht es mit „Out Of Silence“, das Besucher des diesjährigen Burg Satzvey-Festivals schon kennen dürften, denn dort hatte der Track seine Liveprämiere. Ein schöner Stereoeffekt eröffnet den Track, der dann mit seinem tuckernden Beat und einer Melodielinie fortgeführt wird. Der Hauptteil ist sehr rhythmisch und die Melodielinie zieht sich durchgängig durch den Titel, was zwar zu einer ständigen Wiederholung, aber nicht zur Langeweile führt. Für Abwechslung sorgen Rhythmus- und Soundwechsel. Mit „Hymne De La Lune“ gibt es dann einen tranceartigen Track, der so richtig vor Kraft strotzt. Auf diesem Rhythmus lässt Bernd die Flächen und Akkorde federleicht schweben, dann baut er wieder pulsierende Akkorde in den Track ein. Das ist Moonbooter, der die traditionelle mit der modernen Elektronik verbindet. Ein guter Track zum leichten headbangen oder einfach zum abtanzen. „Genesis To Devide“ katapultiert uns in die Weiten des Alls, denn spacige Flächen und ein Countdown, gefolgt von abgehobenen Harmonien, vermitteln dem Hörer den Eindruck eines Ausflugs ins Weltall. Es dauert aber nur Momente, bis Bernd auf den sanften Flächen die Triebwerke zündet und der Rhythmus wieder in den Vordergrund tritt. Sehr schöne Soundeffekte und Melodien runden diesen mit über 14 Minuten Spielzeit längsten Titel ab. Der Track „Illusion“, der hier als „Sky Mix“ vorliegt, übernimmt zu Anfang das spacige Fee-ling vom vorherigen Track. Sanft schweben wir durch den Orbit eines entfernten Planeten bzw. lassen uns vom Wind durch die Luft treiben. Ein sanfter Rhythmus begleitet uns dabei. „Illusion“ ist eine herrliche Midtemponummer zum abchillen, die zum Ende hin einen Touch von Schiller/Deep Forest bekommt. Auch im Titelstück schweben wir zunächst gemächlich durchs All, was vor allem durch die sanfte Pianolinie, die auf den Flächen gelegt ist, hervorgerufen wird. Einfach zum träumen, dieser Anfang. Aber Moonbooter wäre nicht Moonbooter, wenn der Rhythmus fehlen würde und der kommt dann auch ganz langsam nach einigen Minuten. Der sehr abwechslungsreiche Track bleibt aber über weite Strecken eher ruhig und haut nur zwischendrin einige mächtige Rhythmen raus. Es folgt „As Time Goes By“. Kennen wir den Titel nicht aus dem Filmklassiker Casablanca? Keine Bange, Moonbooters Stück hat nichts mit der alten Kamelle zu tun, vielmehr bezieht sich der Titel auf die verwandten Sounds, denn man kann hier ein stilisiertes Ticken bzw. das Aufziehen von Uhren heraushören. „Antagonism“ ist dann der letzte eigene Track Auch bei diesem Stück verbindet Bernd harmonische Flächen mit frischen Rhythmussequenzen. Den Abschluss bildet der Remix von Erik Seifert’s „Haka“. War der Track schon auf Erik’s Scheibe recht rhythmisch, er stellt ja einen Kriegstanz dar, so hat Bernd noch mal einen drauf gelegt. „Haka“ hat zwar von der bedrohlichen Stimmung des Originals etwas verloren, dafür geht der Rhythmus hier mächtig ab, das hat was von einem Eilzug, in dem man sitzt. Bernd ist damit ein ansprechender Remix von Erik’s Titel gelungen. Auch auf Moonbooter’s dritter Scheibe ist noch keine Spur von Abnutzung zu erkennen. Bernd schafft es auch hier traditionelle mit modernen elektronischen Elementen zu verbinden und hat damit erneut ein mitreißendes und hörenswertes Album produziert. Im Oktober 2006 wird eine DVD erscheinen, bei denen Bilder der NASA aus allen Zeitepochen die Musik von Moonbooter visualisieren. Der Mond ist aufgegangen… Ich kenne den moonbooter alias Bernd Scholl seit vielen Jahren. Auf dem diesjährigen EM-Festival auf Burg Satzvey konnte ich Ihn nach langer Zeit endlich noch mal live sehen und natürlich auch hören. Als würdiger Opener hatte er mich sehr mit seinem ersten Auftritt in der EM-Szene beeindruckt. Ich war zugegebener Maßen etwas über die doch recht geruhsamen Titel, die zum Teil noch an Trance erinnern, verwundert. War seine Musik vor ein paar Jahren doch eher Dance-lastig, so konnte mich sein neuer Stil sofort überzeugen, obwohl er auch schon früher reine EM-Tracks gemacht hatte. So kam es dazu, dass wir Kontakt hatten, und er mir sein neustes Album „orbit number 2“ und als Referenz die beiden ersten Alben „Teralogica“ und „devided“ zum Soundcheck mit Feedbackoption zuschickte: „orbit number 2“ ist wieder ein Mix aus klassischer EM mit vielen Arps und Vintage-Klängen, gepaart mit aktuellen Synthie-Sounds und einer guten Portion Beats. Wobei ich gleich sagen muss, dass es wesentlicher weniger stampft als auf „devided“. Der Sound ist brillanter und homogener als auf den beiden ersten Alben. „Ich hab im letzten Jahr viel dazu gelernt und wesentlich mehr Zeit ins Mastering und Sounddesign gesteckt. Neues Equipment und endlich mal Noppenschaum an den Wänden (Lacht!) hat meine Arbeit an der DAW zusätzlich einfacher gemacht.“ Im Gegensatz zu „devided“ gibt es nun nur noch 8 Stücke, wobei Track 8 als Bonus mit einer wirklich großen Überraschung daher kommt. Doch dazu später mehr. Die Laufzeit des Albums beträgt etwa 73 Minuten, plus zusätzliche 24 Minuten, da sich im Datenteil der Audio-CD noch 3 ältere und geremixte Titel als kleiner Bonus im MP3-Format befinden. Insgesamt gibt es also stolze 97 Minuten Musik. Gleich der Opener „out of silence“, den Bernd auf Satzvey als Einleitung spielte, erinnert an vergangene Zeiten und hat trotzdem den Charme einer aktuellen Produktion. Durch viele unterschiedliche Variationen und durchgängig strukturierte Titel schafft er es immer, die Spannung im Titel zu halten. Hier erinnern seine Stücke im Aufbau etwas an Trance-Produktionen, die halt immer einen neuen Höhepunkt bereithalten, ohne gleich zu dröhnen und ins Tekno-mäßige abzurutschen. Selbst wenn man meint, es kann nicht noch eine Rafinesse dazu kommen, so hört man plötzlich wieder eine zusätzliche, neue Feinheit im Hintergrund, gefolgt von nächsten Klimax. Der moonbooter nutz dabei das komplette Stereopanorama, und gerade beim Hören über Kopfhörer fallen die Effekte und Staffelung der Sounds besonders gut auf. Nach Bernds Aussage arbeitet er an jedem Titel mindestens eine Woche, ohne das finale Mastering. Viele seiner Stücke sind aus 10 oder mehr Ideen zusammengesetzt. Ich finde das hört man auch, da alle einzelnen Instrumente sehr schön miteinander harmonieren. Der zweite Titel „hymne de la lune“ geht etwas mehr zur Sache. Erst nach 3 Minuten wird klar, dass dies kein Dancetrack ist. Ich war überrascht auf einmal ethnische Klänge, Chöre und reine Spähren ohne Beats zu hören. Bei etwa 5 Minuten entwickelt sich der Titel zurück zu einem sehr melodienreichen EM-Trance-Titel. Das einsetzende Piano mit viel Reverb und einer eingängigen Melodie spielt dann bis zum Ende und hätte nach meinem Geschmack noch etwas länger dauern können. Bei „genesis device“, dem dritten Titel, dachte ich zuerst, ich hätte auf Pause gedrückt. Das über 14 Minuten lange Stück beginnt mit einer reinen Klangkolage. Hier wird das Thema „Weltraum und NASA“ besonders deutlich. „Zero, one, two, three,…“ schallt es und eine Radiostimme erzählt Fakten zum “genesis device“. Nach 4 Minuten transformiert sich der Titel zu einem effektreichen 4tothefloor Track, der mit vielen Höhepunkten und warmen analogen Klängen erst bei 13 Minuten wieder zur Ruhe findet. Wer gerne Sounds à la Schiller hört, dem wird Track 4 gefallen. Mit „illusion“ versetzt Bernd uns in seinen liebsten Tagtraum: Auf der Wiese liegen und die Wolken am Himmel vorbei ziehen sehen. Orbit #2 (Track 5) klingt sehr nach Score. Da spielt ein Piano. Im Hintergrund sind Geigen. Das Ganze ist unterlegt mit netten Effekten und gephasten Drums. Bis bei etwa 8 Minuten der Titel kippt und zu waschechtem Elektro mutiert, was aber nach 60 Sekunden leider schon vorbei war.Mit „as time goes by“ ist auch ein Pop-Song dabei, bei dem lediglich nur noch der Refrain und somit echte Vocals fehlen. Mit dabei ist diesmal ein sehr düster anmutendes Piano, und den Rhythmus kann man getrost mit HipHop beschreiben. Besonders schön fand ich die einsetzenden Gitarren, die dem Titel eine zusätzliche Portion Wärme geben, obwohl sie einem Plugin entstammen (hab da mal nachgehackt). „Antagonism“ (Track 7) übersetzt man im allgemeinen Sinne mit “unversöhnlichem Gegensatz“. Der Titel beschränkt sich auf einen Akkord und ist somit wohl angelehnt an die nie enden wollenden Titel der frühen 70er. Trotzdem machte sich keine Langeweile beim Hören breit. Dank vieler unterschiedlicher Sounds, die zwar immer auf der gleichen Basis zu schwimmen scheinen, kann man sich zurück lehnen und die anscheinende Monotonie genießen. Wie bereits eingangs erwähnt, gibt’s beim letzten Track noch eine kleine Überraschung für alle EM Fans. Track 8 ist einRemix von Erik Seifert´s „HAKA (wardance)“ von seinem aktuellen Album „Aotearoa“. „Ich hab schon immer gerne Remixe gemacht. Dieses Mal standen mir aber alle Einzelspuren des Originaltitels zu Verfügung. Ich wollte aus Erik´s Titel einen echten Dancetrack machen ohne die ursprüngliche Seele und Idee des perfekten Originals zu zerstören. Ich glaube, das ist mir gelungen.“ Meiner Meinung nach schon. Das macht Lust auf mehr..?! Wie in seinen ersten beiden Alben bringt moonbooter mit „orbit number 2“ ein weiteres sehr vielseitiges und professionell klingendes Album heraus. Neben etwas Trance gibt’s HipHop, Pop, SynthyPop und Tekno-Elemente, immer eingebettet in den Sound der klassischen elektronischen Musik. Man weiß auf jeden Fall gleich, bei welchem Titel man sich gerade befindet, ohne auf den Player blicken zu müssen. Dass finde ich gut. Die Mischung aus EM und anderen Dance-orientierten Stilen hat mir sehr gefallen. Ebenso auch mal ein echter Remix auf einem EM-Album. Ich persönlich finde, dass Bernd seinen eigenen Stil mit „orbit number 2“ gefestigt hat. Die Assoziationen mit dem Leitthema „Weltraum“ sind eindeutig da. Ich konnte vorab schon mal einen Blick auf die noch folgende DVD mit 5.1 Surround Sound werfen und war wenig überrascht, wie gut die Musik zu den alten NASA-Aufnahmen passt. Alle Stücke können auf Bernd´s Website unter www.moonbooter.de vorgehört werden. Die CD erscheint im August 2006, die DVD mit 5.1 Surround Sound wohl erst im Oktober und hat (m)eine Empfehlung absolut verdient. Moonbooters dritte CD steht ganz im Zeichen Schwung- und Druckvoller Space-Musik. Hier spürt man Bernd´s Spielfreude, da bleibt kein Fuß ruhig ;-)) Es ist für mich auch ein beruhigendes Gefühl , dass die EM-Szene durch Moonbooter erheblich aufgewertet wird , denn Bernd hat ein neues Projekt auf die Beine gestellt : Ambient - Experience ! Und die Besetzung lässt nur gutes hoffen und erwarten , denn mit Wellenfeld und Erik Seifert sind ebenfalls klasse Musiker dabei . Wir freuen uns auf Euch :-))) |
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